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Power Yoga - meine Kritik

Geposted von: lisa

Ich bin wieder da. Eigentlich war ich zwar nicht wirklich weg aber ich habe in letzter Zeit das Blog-Schreiben schwer vernachlässigt, sorry, es tut mir ganz schrecklich leid.

Dafür war ich aber anderweitig recht fleißig: ich habe trainiert – regelmäßig trainiert. Mit meiner “Power Yoga”DVD von Ursula Karven. Da ich mir fürs Erste genug Einblick verschafft habe ist es nun an der Zeit über meine Erfahrungen zu berichten. Also legen wir los:

- Punkt 1: Gestaltung

Grundsätzlich ist die DVD wirklich schön gemacht. Beim ersten Ansehen war ich total beeindruckt von der tollen Kulisse (freie, weite Ebene in irgendeiner Wüste oder wüstenähnlichen Landschaft), die sofort ein Gefühl von Ruhe und Entspannung vermittelt. Hinzu kommt die Hintergrundmusik, die ebenfalls sehr angenehm und beruhigend wirkt sowie der Sprecher, der seinen Job einfach toll macht. Er spricht langsam und gut verständlich und hat eine der angenehmsten Stimmen die mir je zu Ohren gekommen sind.

- Punkt 2: Übungen

Ich muss gestehen, beim ersten Ansehen der DVD (noch ohne Mitmachen, man will ja schließlich erst einmal wissen worauf man sich einlässt und welche Verrenkungen auf einen zukommen) war ich total fasziniert. Die Bewegungen sahen total einfach und harmonisch aus.

Beim zweiten Mal, diesmal mit mehr oder weniger aktiver Beteiligung, war ich dann schockiert.

Zum einen hatte ich große Probleme mit dem Ablauf Schritt zu halten. Vor allem das Koordinieren von Übung und Atmung war fast ein Ding der Unmöglichkeit.
Zum anderen waren die Übungen alles andere als leicht. Größtenteils war ich überhaupt nicht in der Lage die Übungen so nachzumachen wie sie vorgemacht wurden. Meine Sehnen und Bänder waren dafür einfach viel zu kurz. Während sich Ursula Karven und ihr Team z.B. spielerisch an die Zehen fassen können war und bin ich davon immer noch meilenweit entfernt.

Bei den nächsten Versuchen lief es dann schon besser. Wenn man die Übungen ein paar mal gesehen hat kommt man eigentlich ganz gut mit und man prägt sich die Abfolgen gut ein. Allerdings sollte man sich von der Vorstellung verabschieden die vorgemachten Verrenkungen exakt so nachmachen zu können. Stattdessen sollte man einfach entsprechend der eigenen körperlichen Verfassung trainieren und auf eine langsame Verbesserung der eigenen Beweglichkeit hoffen und vertrauen.

- Punkt3: Fazit

Mittlerweile kann ich sagen, dass die Übungen tatsächlich helfen. Jedenfalls fühle ich mich von mal zu mal besser und bin überzeugt, dass ich auf dem Weg zu meinen Zehenspitzen schon ein ganz schönes Stück voran gekommen bin ;-)

Allerdings bin ich noch nicht so wirklich überzeugt. Ich fühle ich mich zwar beweglicher (gedehnter) aber nicht wirklich fitter (im Sinne von Ausdauer und Stärkung der Muskulatur). Unter dem Begriff „Power Yoga“ hatte ich mir doch etwas anderes, schnelleres und kräftigenderes vorgestellt, etwas wozu man wirkliche Power benötigt. Bei den hier vorgestellten Übungen kommt es dagegen viel mehr aufs Dehnen und Strecken, als auf wirkliche Kraftanstrengung an.

Einige der Übungen kamen mir außerdem sehr bekannt vor. Ich bilde mir ein auf der DVD die „Brücke“ und die „Kerze“ aus dem Schulsportunterricht entdeckt zu haben. Damals wurden sie zwar anders genannt, dennoch handelt es sich hier meiner Meinung nach um die gleichen Übungen (wie Ursula Karven und Co die „Brücke“ hinbekommen ist übrigens absolut sehenswert – mein tiefster Respekt hiervor).

Alles in allem war die DVD schon ziemlich in Ordnung, dennoch denke ich, dass ich noch etwas anderes, anstrengenderes ausprobieren sollte. Ich hab mal ein bisschen gestöbert und muss sagen David Kirsch und sein “Sound Mind, Sound Body” reizt mich sehr. Ich denke zwar das wird ein extremer Unterschied zur Power Yoga DVD, trotzdem will ich es aus Neugier mal testen. Schließlich steht mein Badeurlaub kurz bevor und eine Bikinifigur hat noch niemandem geschadet.

Grüße

Lisa

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